Kategorie: Erdungsplatten und Erdungssysteme
⚡ Erdung für PV-Anlagen: Der Schlüssel zu Schutz und Betriebssicherheit
Die korrekte Erdung und der Potentialausgleich einer Photovoltaikanlage sind nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern eine gesetzliche Pflicht (nach DIN VDE). Eine fachgerecht installierte Erdung ist essenziell, um Schäden durch Blitzschlag, Überspannung und Fehlerströme zu vermeiden. Sie schützt Ihre Anlage, erhöht die Langlebigkeit und gewährleistet die Betriebssicherheit.
🛡️ Die Bedeutung des Potentialausgleichs
Ziel der Erdung ist es, alle metallischen, nicht stromführenden Bestandteile der PV-Anlage (Modulrahmen, Unterkonstruktion, Montageschienen) auf ein gleiches elektrisches Potential zu bringen und dieses sicher zur Erde abzuleiten.
- Sichere Ableitung: Elektrische Spannungen, Fehlerströme und Überspannungen werden sicher zur Haupterdungsschiene (HES) abgeleitet.
- Schutz vor Schäden: Das Risiko von Stromschlägen, Brand und irreversiblen Schäden an den elektrischen Komponenten (Wechselrichter, Module) wird deutlich minimiert.
⚙️ Komponenten des Erdungssystems
Für eine normgerechte Erdung kommen spezielle Komponenten zum Einsatz:
| Komponente | Funktion |
| Erdungsdraht / -kabel | Spezialkabel mit hoher Leitfähigkeit, das alle metallischen Anlagenteile miteinander und mit der HES verbindet. |
| Potentialausgleichsschienen (PAS) | Dienen der gleichmäßigen Verteilung elektrischer Spannungen innerhalb des Systems und verhindern Spannungsdifferenzen. |
| Erdungsverbinder & Klemmen | Spezialschellen, Bolzen und Klemmen (z.B. für Modulrahmen oder Schienen), die eine dauerhaft sichere Verbindung gewährleisten. |
⛈️ Blitzschutzszenarien: Normgerechte Einbindung
Ein zuverlässiger Blitzschutz ist komplex und muss gemäß der Blitzschutznorm DIN EN 62305 geplant werden. Es werden grundlegend drei Szenarien unterschieden, die unterschiedliche Maßnahmen erfordern:
1. Solaranlage ohne äußeren Blitzschutz (Standardfall)
- Maßnahme: Ein Überspannungsschutz (Ableiter Typ II oder III) im Wechselrichter oder der Zuleitung ist zwingend erforderlich.
- Erdungspflicht: Alle metallischen Bestandteile der Anlage müssen mittels Erdungsdraht in den Hauptpotenzialausgleich des Gebäudes eingebunden werden, um Potenzialdifferenzen zu vermeiden.
2. PV-Anlage mit äußerem Blitzschutz (mit ausreichendem Trennungsabstand)
- Maßnahme: Die PV-Anlage liegt außerhalb des Trennungsabstands (Mindestabstand) zu den Fang- und Ableitungen des Blitzschutzsystems.
- Anforderung: Der Überspannungsschutz bleibt notwendig.
3. PV-Anlage mit äußerem Blitzschutz (ohne ausreichenden Trennungsabstand)
- Maßnahme: Ist der Trennungsabstand unterschritten (die Anlage ist zu nah an den Blitzableitern), muss die PV-Anlage direkt in das äußere Blitzschutzsystem mit eingebunden werden, da ein direkter Einschlag in die Komponenten möglich ist.
- Anforderung: Dies erfordert zusätzliche Blitzstromableiter (Typ I) und die direkte Einbindung der gesamten Unterkonstruktion in den Blitzschutz-Potenzialausgleich.
📜 Normgerechte Erdung für maximale Sicherheit
Die Einhaltung aller relevanten Normen und Vorschriften ist die Basis für die Sicherheit Ihrer Anlage. Dazu gehören insbesondere die DIN VDE 0100-712 für PV-Anlagen und die DIN EN 62305 für den Blitzschutz.
Setzen Sie auf hochwertige Erdungs- und Blitzschutzprodukte für eine sichere, langlebige und normgerechte Installation Ihrer Solaranlage.